Gesundheitsmanagement 6/2019

Entspannt fahren

Langes Lkw- und Autofahren geht bei Berufskraftfahrern und Pendlern häufig mit Rückenschmerzen einher. Für das Gefühl des steifen Rückens bei Aussteigen gibt es eine einfache Erklärung: Die Stützmuskulatur hat durch das lange gleichförmige Sitzen ihre Aktivitäten heruntergefahren.

Etwas Bewegung, beispielsweise eine kurze Aktiv-Einheit mit simplen Lockerungs- und Dehnungsübungen, wirkt da wie Balsam auf die steifen Knochen und Glieder. DAK-Gesundheitsexpertin Barbara Croonen- Luft gibt Tipps, wie man auch nach langen Fahrten entspannt und ohne Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur ans Ziel kommt.

Eines vorweg: Dynamisches, also aktives Sitzen, wie wir es in der vergangenen MöbelLogistik-Ausgabe (5/2019) für schmerzfreies Arbeiten im Büro empfohlen haben, hilft hier nicht weiter. Der Grund ist allen klar: Unsere Füße können den Rumpf nicht stützen, da sie mit den Pedalen beschäftigt sind. Zudem führt das Konzentrieren auf den Straßenverkehr zu weiterer Anspannung. Häufig nicht rückenfreundliche Autositze tun ihr Übriges dazu.

Wie also funktioniert gesundes Lkw- und Autofahren? „Legen Sie Pausen ein und gönnen Sie so Ihrem Rücken etwas Erholung“, unterbrechen sie die Reise mit einer Bewegungspause“, rät die Referentin Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der DAK-Gesundheit, mit der die AMÖ eine aktive Partnerschaft verbindet. Im Klartext heißt das: Beine vertreten, also nicht auf dem kürzesten Weg zum Rasthof oder zur Toilette laufen, bewusstes Dehnen und Strecken, Arme ausschütteln. „Alle diese einfachen Übungen mobilisieren die Wirbelsäule und lockern die Muskulatur.“ Bewegungspausen und gymnastische Übungen beugen nicht nur Rückenschmerzen vor, sondern machen Sie wieder fit fürs Autofahren. Die frische Luft trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass Lkw- und Autofahrer wieder konzentrationsfähiger sind.

Diese fünf einfachen Übungen machen wieder fit fürs Autofahren

Autodachdrücken: Mit beiden Handflächen fest gegen das Autodach drücken, ein paar Atemzüge lang die Spannung aufrecht halten, dann die Position lösen und entspannen. Mehrere Wiederholungen!

Nackenstützenziehen: Mit beiden Händen nach hinten greifen und die Nackenstütze nach vorne ziehen, dabei gleichzeitig den Kopf nach hinten gegen die Stütze drücken, ein paar Atemzüge lang die Spannung aufrecht halten, dann die Position lösen und entspannen. Mehrere Wiederholungen!

Fußraumstemmen: Beide Füße parallel und flach auf den Boden stellen, dann kräftig dagegen drücken und die Bauch- und Gesäßmuskeln anspannen. Die Position ein paar Minuten halten, dann die Position lösen und entspannen. Mehrere Wiederholungen!

Kopfdrehen: Den Kopf langsam und vorsichtig nach rechts drehen, die Schultern dabei locker hängen lassen. Danach den Kopf langsam nach links wenden und dann wieder zurück zur Mitte. Mehrere Wiederholungen!

Schulterheben: Beide Schultern zu den Ohren ziehen, Spannung aufrecht halten und mit dem Ausatmen die Schultern wieder langsam senken.

Ihr Draht zur DAK-Gesundheit

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und die DAK-Gesundheit haben ihre seit 2017 bestehende Kooperation mit Leben gefüllt. Bereits bei der Jahrestagung 2018 in Papenburg waren Petra Willmann und Barbara Croonen-Luft zu Gast und sammelten mit interessierten AMÖ-Mitgliedsunternehmen Ansatzpunkte für die Betriebliche Gesundheitsförderung oder führten Gespräche über Themen wie krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter in der Hochsaison, Mitarbeiterbindung oder Mitarbeitermotivation geführt.

Interessiert? DAK-Expertin Barbara Croonen-Luft steht allen AMÖ-Mitgliedsunternehmen für eine kostenlose Beratung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement telefonisch unter 0211 23 09 1911 06 bzw. 0151 15 06 48 58 sowie per E-Mail an barbara.croonen-luft@dak.de zur Verfügung. Wo Sie oder Ihre Beschäftigten versichert sind, spielt dabei übrigens keine Rolle.

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