Gewerbe & Verband 6/2020

Halteverbot-Zusatzschild

Schluss mit der Zettelwirtschaft! Halteverbotszonen sind für die Umzugsspedition unverzichtbar. Wie sonst soll man auch sicher­stellen, dass der Lkw in einer Stadt auch tatsächlich vor der Be- oder Entladestelle stehen kann? Jeder sonst nicht vermeidbare Meter Abtrageweg ist eine zusätzliche Belastung für die Mitar­beiter, verzögert den Ablauf und führt zu höheren Kosten.

Eine Halteverbotszone ist aber in der Sache nicht weniger als ein Eingriff in den Straßenverkehr. Deswegen müssen diese bei den Verkehrsbehörden beantragt werden und dürfen nur dann eingerichtet werden – nach den Vorgaben der StVO. Ansonsten ist sie im Zweifelsfall näm­lich wirkungslos. Außerdem kann eine falsch eingerichtete Halteverbotszone als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld sanktioniert werden.

Das Minimum ist eine Beschilderung, die der StVO entspricht. Das Verkehrs­zeichen „Absolutes Halteverbot“ (VZ-Nr. 283 10 bis 283 31), für Halteverbotszonen innerorts mit 42 cm Durchmesser und das Zusatzzeichen, auf dem die Dauer des temporären Halteverbots angegeben ist. Die Schilder müssen der Reflektions­klasse RA 2 entsprechen. Das gilt sowohl für das eigentliche Verkehrszeichen „Halteverbot“ als auch für das Zusatzzeichen. Insbesondere bei den Zusatzzeichen stellt sich für die Möbelspedition das Problem, dass die Halteverbotszone im Normalfall nur für einen Tag, ggf. für zwei Tage eingerichtet wird. Dafür jedes­mal Schilder fertigen zu lassen ist nicht nur aufwendig, häufig reicht der Vorlauf dafür gar nicht aus. Als Konsequenz sieht man deswegen bei Halteverbotszonen für Umzüge häufig angeklebte Zettel, im bes­ten Fall in einer Klarsichtfolie auf einem Pappschild. Formal entspricht die Halte­verbotszone damit nicht den Anforderun­gen der StVO, sie müsste also auch nicht beachtet werden.

Neues Zusatzschild kann Abhilfe schaffen

Die Firma Schilder Ortner hat jetzt ein Zusatzschild entwickelt, das für die Mö­belspediteure einen Ausweg darstellen kann. Auf ein reflektierendes Grund­schild ist ein Rahmen aufgebracht, hinter den eine Folie mit den entsprechend in der Schriftart DIN 1451 (im Internet ver­fügbar) aufgedruckten Daten eingelegt werden kann. Das ist zwar in dieser Form noch nicht in der StVO aufgenommen, wird aber offensichtlich geduldet. Und im Außenauftritt sind diese Verkehrszeichen professionell und im Zweifelsfall können sich findige Autofahrer auch nicht mehr damit herausreden, dass die Haltever­botszonen nicht der StVO entsprochen habe.

Bestellung und Preise

Die Schilder können in einer Sonderak­tion bestellt werden bei der Firma Ortner Verkehrstechnik, An der Bahn 111, 97618 Niederlauer, per Mail an info@schilder-ortner.de Der Preis pro professionellem Zusatz­schild in der Reflektionsklasse RA 2 be­trägt 69 Euro netto, das Hauptschild „Halteverbot“ kostet 37 Euro netto, jeweils zzgl. Versandkosten und /oder Zubehör wie Ständer etc..

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