Editorial 7+8/2021

Imponierend!

Am 1. Juli habe ich meine Tätigkeit beim Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. in Hattersheim aufgenommen, um ab November die Nachfolge von Dierk Hochgesang als Hauptgeschäftsführer anzutreten. Bereits während meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften war ich im Öffentlichen Personennahverkehr tätig, habe mich anschließend an verschiedenen Universitäten mit verkehrswissenschaftlichen Fragestellungen auseinandergesetzt, um dann in unterschiedlichen Funktionen im Luftverkehr zu wirken. Dies beinhaltete u.a. eine Entsendung zum europäischen Flughafenverband ACI EUROPE in Brüssel. Seither bin ich in verkehrspolitische Themen auf europäischer und nationaler Ebene involviert. Nun nehme ich meine Tätigkeit bei der AMÖ in turbulenten Zeiten auf.

Wir leben inmitten einer Pandemie, die unser Leben und Arbeiten massiv beeinflusst, in der die Digitalisierung in vielen Bereichen rasant an Fahrt gewonnen hat, in der der Transportbedarf hoch wie nie ist und viele Unternehmen unter hoher Belastung jenseits ihrer Kapazitätsgrenzen operieren. Hinzu kommen Herausforderungen wie Unsicherheiten auf politischer Ebene oder hinsichtlich der zukünftigen Antriebstechnik, die die Rahmenbedingungen des Geschäfts verändern werden. Widerstand gegen Veränderungen dieser Art ist meist zwecklos. Erst recht, wenn der Veränderungsdruck hoch ist. Dann ist es sinnvoller „mit der Kraft zu gehen“ und auf Potentiale und Chancen zu fokussieren, die sich ergeben können.

Viele Unternehmen der Branche können auf eine lange Geschichte zurückblicken, in der sie genau das gemacht haben. Sie mussten sich immer wieder Herausforderungen stellen und sich verändern. Vom Umzug mittels Pferdefuhrwerk zum modernen Umzug ist es rückblickend betrachtet nur ein kleiner Schritt. Gleichzeitig ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die AMÖ als starken Verband zu positionieren, der – wie seine Mitglieder – viel Wert auf Qualität und Kundenorientierung legt. Dieser Wille, aus den Gegebenheiten stets das Beste zu machen, imponiert mir.

Mein erklärter Auftrag ist es, die AMÖ weiter zu stärken und sie konsequent an den Zukunftsthemen der Branche auszurichten. Ziel ist es, die AMÖ als modernen Verband zu etablieren, der nicht nur auf Interessenvertretung, Kommunikation, Förderung des Wissensaustausches und Erbringung von Dienstleistungen für seine Mitglieder fokussiert, sondern der mit seinen Mitgliedern und für sie aktiv die Zukunft gestaltet. Nur so kann es gelingen, die Position des Verbandes weiter zu stärken. Dies liegt im ureigenen Interesse unserer Mitglieder. Denn nur ein starker Verband wird gehört, kann ein breites Leistungsspektrum für seine Mitglieder anbieten und das bislang Erreichte sichern.

Die zentrale Frage ist, wie wir gemeinsam die Zukunft gestalten wollen. Die Beantwortung dieser Frage, und die konsequente Verfolgung der mit ihr einhergehenden Ziele, macht für mich unternehmerisches Handeln aus. Und genau dadurch wird die Zukunft der Unternehmen einer Branche und natürlich auch die des Verbandes gesichert.

Die AMÖ kann nur Erfolg haben, wenn Ziele und notwendige Veränderungen von einer großen Zahl ihrer Mitglieder getragen werden. Nicht nur deshalb möchte ich zuallererst mit Ihnen ins Gespräch kommen. Ich interessiere mich für Ihre Erwartungen und Ideen, Ihre Ängste, Sorgen und Nöte, kurz: Ich möchte Ihnen zuhören und lernen. Mir liegt sehr daran, Sie persönlich kennenzulernen. Gleichwohl weiß ich, dass das in diesen Zeiten nicht ohne weiteres möglich ist. Dennoch hoffe ich, die Zeit bis zur Übernahme der vollen Verantwortung nutzen zu können und Sie in zahlreichen persönlichen Gesprächen als auch auf Veranstaltungen kennenzulernen. Ich freue mich darauf.

Möchten Sie bereits auf elektronischem Wege mit mir in Kontakt treten? Teilen Sie gerne Ihre Gedanken mit mir und schreiben Sie mir unter eichinger@amoe.de.

Auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen freue ich mich!

Ihr
Andreas Eichinger

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