Gewerbe & Verband 11/2019

Kurz gemeldet 11/2019

In unserem Mitgliedermagazin, der MöbelLogistik, sind nicht alle Beiträge und Meldungen seitenfüllend. Manche sind auch trotz weniger Worte äußerst lesenswert und informativ. Genau solche Nachrichten finden Sie hier...

#1 VDV und VVRP: Gemeinsamer „Tag der Fahrerrekrutierung“

Damit die Logistik-, Güter- und Personenverkehrsbranche weiterhin tagtäglich die Mobilität und Versorgung der Menschen sicherstellt, braucht es qualitativ und quantitativ ausreichendes Fahrpersonal. Jedoch hat sich bereits seit mehreren Jahren der sog. Fahrermangel bei allen Betrieben der straßengebundenen Verkehrswirtschaft niedergeschlagen.

Ein wichtiger Baustein bei der Fahrpersonalakquise ist das Recruiting im In- und Ausland. Vor diesem Hintergrund haben sich die Verbände des Verkehrsgewerbes entschlossen, mit renommierten, der Verkehrsbranche nahestehenden Recruiting-Agenturen Kontakt aufzunehmen und verschiedene Kooperationen entwickelt, die weiter ausgebaut werden sollen.

Als Startschuss diente die Veranstaltung am 15. Oktober, bei der die Vertreter der einzelnen Agenturen zunächst ihr jeweiliges Recruiting- Modell vorstellten, um dann im Anschluss in vertieften Gesprächen betriebsindividuelle Konzepte zu erörtern. „Es gibt nicht den Königsweg, um das Problem des Fachkräfte- bzw. Fahrermangel in den Griff zu bekommen. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen. Dazu gehört in den letzten Jahren verstärkt das Thema Recruiting durch professionelle Agenturen“, betonte der Vorsitzende des VDV Rheinland, Ralf Bernards, im Anschluss an die Tagung.

Sowohl die Verbandsvertreter als auch Vertreter der Agenturen sind sich einig, dass Fahrern aus Drittstaaten der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtert werden muss. „Dies könne am besten dadurch entstehen, in dem der Gesetzgeber sich für eine Öffnung der Prüfungen zur sog. beschleunigten Grundqualifikation und zur Grundqualifikation für andere Sprachen ausspricht. Darüber hinaus sei es an der Zeit, dass der Kraftfahrerberuf sowohl im Güterkraft- als auch im Omnibussektor als Mangelberuf anerkannt wird, und dass die Förderpraktiken für die Verkehrsbranche bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern ausgebaut und zielgerichteter ausgestaltet werden“, bringen die beiden Geschäftsführer der Verkehrsverbände, Heiko Nagel und Guido Borning die aktuelle Situation aus verbandlicher Sicht auf den Punkt.

#2 LVSA beschreitet „frischen und neuen Weg“

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt (LVSA) e.V. spiegelte sich deutlich die gute Stimmung und Zufriedenheit der Mitglieder mit ihrem LVSA wieder. Vielen sind die Veränderungen des Verbandes bereits durch eine höhere Medienpräsenz und einer moderneren Berichterstattung aufgefallen. Diese positiven und spürbaren neuen Wege setzten sich in der Mitgliederversammlung fort. Die Tombola für die LVSA-Mitglieder war dabei nur eine der Neuerungen.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr lies deutlich werden, dass die Aktivitäten und Vorteile des LVSA gerne wahrgenommen werden und somit auch mehr Mitgliederanfragen bearbeitet werden können. Nicht nur die regelmäßig stattfindenden Workshops und Events erfreuen sich großer Beliebtheit. Dr. Sebastian Putz (CDU), Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, gab einen Ausblick auf den Ausbau der A14. Die Autobahn soll bis Ende 2025 komplett befahrbar sein. Er plant außerdem den Investitionsstau abzubauen und die Infrastruktur weiter zu fördern, um das Land zukunftssicher zu machen.

Auch die Belange der Transportunternehmer mit Förderungswunsch und CO2-armen Fahrzeugen sind dem LVSA ein Anliegen. Prof. Dr. Dirk Engelhardt v(BGL) klärte die Teilnehmer daher über die CO2-Entstehung auf. Andreas Schmidt, ebenfalls BGL, verwies auf die Homepage www.wedolo.de. Dort finden Unternehmen des Straßenverkehrsgewerbes für alle Herausforderungen des Alltags die passende digitale Lösung, wie die Abfahrtskontrolle, eine Notfall- und Krisen-App und vieles mehr. Ebenso profitierten Mitgliedsunternehmen von satten Rabatten mit immer stärker werdenden Kooperationspartnern.

BAG-Präsident Andreas Marquardt teilte mit, dass eine schnelle Abarbeitung von Verwendungsnachweisen sowie Teilverwendungsnachweisen gegeben sei. Er rief dazu auf, diese schnellstens einzureichen, um die Daseinsberechtigung und den Erfolg von De-minimis vertreten zu können. Das Förderprogramm Weiterbildung sei wider Erwarten weniger stark nachgefragt worden. Dort wäre allerdings ohne weiteres eine Aufstockung der Fördermittel möglich. Marquardt warnte übrigens davor, in Bezug auf den Smart Tachographen, in neu zugelassene Fahrzeuge den neuen Tachographen gegen einen alten Tachographen auszutauschen. Diese Praxis werde vom BAG geahndet

#3 Self-Storage: Mehr Platz für ihre Kunden

Anfang Oktober 2019 hat das AMÖ-Mitgliedsunternehmen DMS Gelber Blitz einen neuen Drive-In-Lagerpark am Standort Olpe eröffnet. Gut erreichbar vom Autobahnkreuz Olpe A4/A45 bietet die Self-Storage-Anlage reichlich Lagerraum für private und gewerbliche Kunden.

Bereits 2008 stieg der Logistiker ins immer beliebter werdende Geschäft rund um die Selbsteinlagerung ein. Damit war DMS Gelber Blitz der erste Anbieter in der Region. Eine gute Auslastung und stetig steigende Nachfrage ließen die Kapazitäten wachsen, so dass zuletzt drei Standorte für die Selbsteinlagerung in Olpe, Gummersbach und Siegen betrieben wurden.

Mit der Eröffnung des neuen Lagerparks zählt das Unternehmen nun den zweiten Standort in Olpe und den vierten insgesamt. Dieser ist als Drive- In-Lagerpark konzipiert, so dass Kunden mit dem eigenen Fahrzeug bis unmittelbar vor die Lagerräume fahren können. Damit kann das Lagergut bequem und ohne lange Wege in die sicheren Außenkabinen eingebracht werden.

Die Kabinen bieten wahlweise Raum für 10, 15 oder 30 Kubikmeter und sind für hohen Komfort mit einer Innenbeleuchtung ausgestattet. Für den Werterhalt der eingelagerten Güter sorgen die Isolierung der Kabinen und ein Kondenswasserschutz. Das Gelände selbst ist umzäunt, voll beleuchtet und videoüberwacht. Jeder Kunde erhält einen eigenen Schlüssel und kann täglich zwischen 6 und 22 Uhr auf die eigene Box zugreifen.

Geschäftsführer Rolf Ehrengruber zielt mit seinem Angebot auch auf überregionale Nutzer. Die gute Verkehrsanbindung vereinfacht die Anfahrt an den Standort In der Trift und die direkte Anfahrt bis zu den Lagerkabinen dürfte ebenfalls für Akzeptanz sorgen.

Sämtliche vier Standorte, die teilweise auch über innenliegende Lagerkabinen und -boxen verfügen, werden künftig unter dem Namen „SB-Raum – Lagerpark“ vermarket. Hierfür wurde ein neues Markenzeichen entwickelt. Bald soll eine eigenständige Website mit der Möglichkeit zur Online-Reservierung folgen.

Was in Olpe bereits vollzogen wurde, soll in den kommenden Wochen in Griesheim bei Darmstadt geschehen. Hier hat das AMÖ-Mitgliedsunternehmen Friedrich Friedrich den Drive-in-Park um eine zweite Ebene erweitert. 173 weitere Lagerabteile zwischen 7,5 und 30 Kubikmetern werden voraussichtlich ab Dezember 2019 bezugsfertig sein.

Statt der bisherigen 215 stehen damit insgesamt 388 Drive-in-Boxen zur Verfügung. Durch das zweite Containerstockwerk erhöht sich die Lagerfläche der Drive-in-Anlage um rund 1200 Quadratmeter, da mit dem bestehenden Raumangebot die Kundennachfrage nicht ausreichend gedeckt werden konnte. „Wir reagieren damit auf den nach wie vor großen Bedarf an Mietlagerboxen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Ralf Stößel. Insgesamt investiert der Umzugslogistiker etwa eine Million Euro in die Erweiterung des Selfstorage-Parks.

#4 HARDER stellt Weichen für Unternehmensnachfolge

Das familiengeführte Unternehmen HARDER logistics mit Sitz in Neu- Ulm hat sein Führungsteam neu aufgestellt. Johannes Danieli übernimmt seit dem 1. Oktober 2019 offiziell die Position des Junior-Projektleiters und verstärkt damit das Management, dem Vater Marcello Danieli weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter vorsteht. Der 25-jährige studierte Betriebswirt Fachrichtung Logistik ist seit 2018 fest im Unternehmen beschäftigt. Das erste Jahr erhielt er als Trainee einen Einblick in alle wichtigen Bereiche. Dabei betreute er den Ausbau des hauseigenen Scanzentrums sowie die Weiterentwicklung der IT-Systeme. „Es ist essenziell wichtig, dass wir dynamische junge Menschen in unserem Team haben, die die heutigen Anforderungen und Arbeitsweisen kennen und unser Unternehmen mit ihrem Know-how voranbringen“, betont Marcello Danieli den zukunftsweisenden Schritt.

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