Gewerbe & Verband 5/2020

Ehrenvolle Berufung

Im Jahr 2015 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (FMKU), jetzt sitzt er im IHK-Prüfungsausschuss: Daniel Lauterbach erzählt im Interview mit der "MöbelLogistik", wie es zu diesem ehrenvollen Engagement kam.

Daniel, ehe wir über Deine Berufung sprechen, erzähl doch mal von Deinem Weg ins Umzugsgeschäft…

Dieser Beruf und diese Branche war schon immer meins, mein Herz schlug schon immer dafür und ich habe nie die Begeisterung dafür verloren. Laut meinen Eltern habe ich schon im Kindergarten erzählt „Ich werde mal Lkw-Chef“. Natürlich war ich auch des Öfteren in den Schulferien bei meinem Vater als Aushilfe unterwegs und konnte schon dort einiges aus der gewerblichen Sparte lernen und mir aneignen.

Und bist dort tatsächlich haften geblieben!

Ja genau. Ich selbst habe die Ausbildung zur FMKU in unserem Familienunternehmen im August 2012 begonnen und im Juni 2015 erfolgreich beendet. Dabei wurden unser Unternehmen sowie ich persönlich ausgezeichnet, da ich unter den drei besten Absolventen in meinem Jahrgang war. Mit meiner dreijährigen Ausbildungszeit gerechnet war ich dann über sieben Jahre in Vollzeit ohne große Ausnahmen in unserem Unternehmen gewerblich als FMKU unterwegs. Seit Januar 2020 bin ich meiner restlichen Familie ins Büro gefolgt. Dort bin ich hauptsächlich für unser Personal sowie unsere Auszubildenen zuständig. Die Auszubildenden einfach in das kalte Wasser zu schmeißen nach dem Motto „Du schaffst das schon!“ ist für uns schon immer der falsche Weg gewesen. Meine Stärken liegen besonders darin, meine Fähigkeiten weiterzugeben, und unsere Leute während ihrer Ausbildung so zu formen, wie ich sie mir als Top-Mitarbeiter vorstelle.

Das sind doch mal Top-Voraussetzungen für die Prüfertätigkeit. Aber wie war das damals für dich als Prüfling?

Dadurch, dass meine beiden Berufsschullehrer im Prüfungsausschuss der IHK Mittleres Ruhrgebiet waren, hatte ich schon einmal zwei bekannte Gesichter bei meiner Abschlussprüfung. Dazu kam dann noch ein drittes bekanntes Gesicht, ein Möbelspediteur den ich von einem Jungunternehmertreffen kannte. Für mich persönlich war es ein sehr beruhigendes Gefühl, bekannte Gesichter mit unter den Prüfern zu haben.

Wie bist du auf die Mitarbeit im Prüfungsausschuss aufmerksam geworden und wie kam es zu der Berufung?

Auf die Mitarbeit im Prüfungsausschuss wurde ich mehr oder weniger aufmerksam durch meine beiden Berufsschullehrer, die mich nach meiner Prüfung verabschiedeten und mich am liebsten schon im Jahr drauf in ihrem Ausschusskreis aufgenommen hätten. Dies hätte ich auch sehr gerne gemacht, fand es aber als 19 Jähriger etwas zu früh, in einen Prüfungsausschuss einzutreten, und zeitlich hätte ich das wahrscheinlich auch nicht unter einen Hut bekommen. Aufgrund dessen, dass mich einer meiner ehemaligen Berufsschullehrer wieder angeschrieben hat und noch mal nachfragen wollte, ob ich nicht Lust hätte ab 2020 mit im Prüfungsausschuss zu sein, entschied ich mich recht schnell dafür.

Was sind deine Aufgaben und wie willst du diese angehen?

Meine Aufgaben im Prüfungsausschuss werden sich noch ergeben, bisher ist mir bekannt, dass ich mit für den Bereich Ladungssicherung zuständig sein werde, das Wissen der Prüflinge abfrage und letzten Endes auch eine sinngemäße Beurteilung abgeben muss. Die Beurteilung wird mir in manchen Fällen wahrscheinlich echt schwerfallen, ich habe damals schon zu meinen Zeiten als Auszubildender in der Berufsschule sehr oft mitbekommen, dass einige Unternehmen überhaupt nicht viel von Ladungssicherung halten. Was dann wieder dazu führt, dass einige Prüflinge ein bis zwei Mal während ihrer gesamten Ausbildung etwas von dem Thema Ladungssicherung gehört haben und dann auch meist nur in der Berufsschule.

Was versprichst bzw. erhoffst du dir davon?

Als Mitglied im Prüfungsausschuss zu sein, öffnet für mich eine neue Türe des Netzwerkens in der IHK und innerhalb des Prüfungsausschusses. Ich werde mich meiner neuen Aufgabe mit voller Vorfreude widmen und mich überraschen lassen, was dabei noch so alles auf mich zukommen wird. Natürlich möchte ich dabei wie gewohnt unser Unternehmen von der besten Seite präsentieren.

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