Gewerbe & Verband 10/2021

Neue Umzugspauschalen

Das Bundesministerium der Finanzen hat die Pauschalen für berufliche Umzüge angepasst, die vom Arbeitgeber steuerfrei an betroffene Arbeiternehmer erstattet werden können. Bleibt eine solche Erstattung aus, können die Pauschalen für Umzüge aus beruflichen Gründen als Werbungskosten im Rahmen der Lohn- bzw. Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden.

Es gelten folgenden Pauschalen:

  • Für den umzugsbedingten zusätzlichen Unterricht eines Kindes können seit April 2021 Kosten i.H.v. 1.160 Euro und ab April 2022 i.H.v. 1.181 Euro erstattet bzw. steuermindernd geltend gemacht werden.
  • Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen beträgt für den umziehenden Steuerpflichtigen seit April 2021 860 Euro und ab April 2022 886 Euro.
  • Für jede weitere Person (Ehegatte, Lebenspartner, lediges Kind, Stief- oder Pflegekind), die auch nach dem Umzug mit in der häuslichen Gemeinschaft lebt, beträgt der Pauschbetrag seit April 2021 580 Euro und ab April 2022 590 Euro.
  • Hatte der umziehende Steuerpflichtige vor dem Einladen des Umzugsgutes keine Wohnung, weil er z.B. noch bei den Eltern lebte, beträgt der Pauschbetrag ab April 2021 174 Euro und ab April 2022 177 Euro. Der gleiche Pauschbetrag findet Anwendung, wenn der umziehende Steuerpflichtige nach dem Umzug keine eigene Wohnung eingerichtet hat, z.B. da er in die Wohnung des Lebenspartners gezogen ist.

 

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