Gewerbe & Verband 11/2020

Schäfer im Amt bestätigt

Gelungene Premiere: Nachdem die diesjährige Delegiertenversammlung nicht als Präsenztermin stattfinden konnte, verlegte die AMÖ ihre Kern-Veranstaltung "ins Netz".

Frank Schäfer ist als Präsident der AMÖ im Amt bestätigt worden. Das haben die Delegierten auf ihrer virtuellen Versammlung am Donnerstag, 22. Oktober 2020, mit ihren schriftlichen Stimmabgaben entschieden. Auch die Vizepräsidenten Dr. Martin Ahnefeld, Stefan Klein und Jürgen Zantis wurden für eine weitere Amtsperiode gewählt.

"Ich bedanke mich auch im Namen meiner Vizepräsidenten, die heute Corona-bedingt leider nicht anwesend sein können, für den Vertrauensbeweis und darüber, für drei weitere Jahre im Präsidium der AMÖ aktiv für die im Verband organisierten Möbelspediteure tätig sein zu dürfen“, sendete Schäfer seine Dankesworte in die Kamera. Als eine der größeren Herausforderungen zu Beginn der zweiten Amtsperiode sieht Schäfer die aktuelle Corona-Pandemie, in der es seit Ausbruch verstärkt darum gehe, die Mitgliedsbetriebe adäquat zu begleiten und zu unterstützen, damit deren unternehmerische Tätigkeit nicht noch weiter eingeschränkt werde. „Wir werden auch weiterhin unser Möglichstes tun, um Ihnen die richtigen Hilfestellungen für Ihre tägliche Arbeit zu bieten!“

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. veranstalte seine Delegiertenversammlung aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie virtuell. Dabei wurde der Seminarraum der AMÖ-Geschäftsstelle in Hattersheim am Main technisch und optisch ein kleines Sendestudio umfunktioniert. Durch die Veranstaltung führten als Gastgeber AMÖ-Hauptgeschäftsführer Dierk Hochgesang und AMÖ-Präsident Frank Schäfer. Die an der virtuellen Versammlung teilnehmenden Mitgliedsunternehmen, Vertreter der Partnerverbände sowie übrigen Gäste hatten bei der Versammlung des obersten Organs zur Willensbildung in der AMÖ die außerordentliche Gelegenheit, sich ohne reisen zu müssen, aus erster Hand über aktuelle und künftige Entwicklungen im Bundesverband und im Gewerbe zu informieren.

In seinem Bericht thematisierte AMÖ-Präsident Schäfer aktuelle Probleme und künftige Herausforderung der Bundespolitik und des Möbelspeditionsgewerbes, berichtete über die gemeinsamen Kooperationen mit den Partnerverbänden, Entwicklungen im „Netzwerk der AMÖ“ mit neugewonnenen asoziierten und korporativen Mitgliedern wie dem DCC oder der TransPak AG, und ließ die vergangenen Monate unter den schwierigen Corona-Bedingungen Revue passieren. Dabei betonte Schäfer besonders die Verlässlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle der AMÖ, die während der Pandemie mit ihrer Arbeit auch die Arbeit der Möbelspediteure mit gewährleistet haben. „Die AMÖ hat trotz Corona die Tagesarbeit nahezu ohne Einschränkungen weiterführen können“, berichtete Schäfer. In der Geschäftsstelle der AMÖ habe das Telefon kaum stillgestanden und es sei gelungen, die meisten Fragen zu klären.

„Bei vielen Themen war und ist die AMÖ ganz spezifisch gefordert.“ Da nicht absehbar sei, wann die Pandemie zu Ende gehe, richtete er den Appell an die Mitgliedsunternehmen, die vielfältigen Informationsangebote der AMÖ zu nutzen, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein.

Die Wahl des Präsidiums und sämtliche Beschlussfassungen erfolgten im Vorfeld der Mitgliederversammlung im schriftlichen Verfahren. Neben den üblichen Beschlüssen über den Haushalt der AMÖ wurde außerdem die neue Beitragsordnung der AMÖ beschlossen. Für den rechtssicheren Ablauf der Auszählungen sorgten Rechtsanwalt Heiko Nagel, Geschäftsführer im Verband des Verkehrsgewerbes Rheinhessen-Pfalz, und Andreas Funke, Vorsitzender im Fachverband Möbelspedition, Umzugslogistik und Relocation Hessen e.V.

Über den Haushalt der AMÖ berichtete und informierte Vizepräsident Stefan Klein, gefolgt von einem Videostatement des Wirtschaftsprüfers der AMÖ. Ein Grußwort per Video sendete zudem der Parlamentarische Staatssekretär im BMVI, Steffen Bilger.

Formaler Ablauf und Ergebnisse der Wahlen und Beschlüsse

Um die erforderlichen Beschlüsse treffen zu können, hatte das Präsidium angesichts der Corona-Pandemie beschlossen, die Beschlussfassungen satzungskonform ersatzweise schriftlich herbeizuführen. Die AMÖ hatte dafür den Mitgliedsverbänden per Post alle nötigen Abstimmungsunterlagen zugeleitet. Die zurückgesendeten Abstimmungsunterlagen wurden am 22. Oktober durch Vertreter der Mitgliedsverbände ausgewertet.

Die Mitgliedsverbände wurden über die Details der schriftlichen Beschlussfassungen und Wahlen rechtzeitig informiert und darauf hingewiesen, dass sich die aktuellen Mandatsträger sämtlich zur Wiederwahl bereit erklärt haben. Abweichende oder ergänzende Wahlvorschläge für den Präsidenten, das Präsidium sowie die Rechnungsprüfer wurden keine geäußert. Gleiches galt für Anträge über weitere zu behandelnde oder zu beschließende Punkte.

Zum Zeitpunkt der Auszählung lagen der AMÖ 42 Sätze Abstimmungsunterlagen vor – bei aktuell 46 Delegiertenstimmen entspricht das 91 Prozent.
Gemäß der Auswertung der Herren Funke und Nagel wurden durch die Delegierten die Beschlüsse wie folgt gefasst:

Wahl zum Präsidium

Frank Schäfer, L. Spangenberg GmbH & Co. KG, 30982 Pattensen, wurde mit 41 Stimmen und einer Enthaltung zum Präsidenten wiedergewählt.

Stefan Klein, Frey & Klein Int. Spedition GmbH, 55469 Ohlweiler, wurde mit 42 Stimmen als Vizepräsident wiedergewählt.

Dr. Martin Ahnefeld, Ahnefeld Möbel-Logistik GmbH, 32429 Minden und Jürgen Zantis, Maassen & Becker GmbH, 52477 Alsdorf wurden bei je einer Stimmenthaltung mit 41 Stimmen als Vizepräsidenten wiedergewählt.

Wahl der Rechnungsprüfer

Günter Friedrich, Friedrich Friedrich Darmstädter Speditions- und Möbeltransportgesellschaft mbH, 64347 Griesheim wurde bei einer Stimmenthaltung mit 41 Stimmen wiedergewählt.

Heiko Lorenz, Spehr-Umzüge GmbH, 04275 Leipzig, wurde bei drei Stimmenthaltungen mit 39 Stimmen wiedergewählt.

Weitere Beschlüsse

Das Präsidium wurde für das Jahr 2019 mit 41 Stimmen bei einer Enthaltung und die Geschäftsführung mit 40 Stimmen bei einer Enthaltung und einer nicht abgegebenen Stimme entlastet.

Der Rechnungsabschluss 2019 wurde einstimmig genehmigt. Der Haushaltsnachtrag 2020 wurde mit 40 Stimmen bei zwei Enthaltungen, und der Haushaltsvoranschlag 2021 mit 39 Stimmen bei drei Enthaltungen genehmigt.

Die neue Beitragsordnung und die damit verbundene Festsetzung der Beiträge nach § 25 Absatz 2 der Satzung wurde mit 38 Stimmen bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen genehmigt. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft.

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