Gesundheitsmanagement 9/2019

Schlafgestört!?

DAK-Gesundheitstipp „So finden Sie endlich zur Ruhe“: Schlafstörungen sind nicht nur belastend, sondern können auf lange Sicht auch krank machen. Vergehen die Beschwerden nicht von selbst wieder, sollte die Ursache unbedingt abgeklärt werden.

Umsatz- und Kostendruck, Personalsorgen, Familienangelegenheiten und mehr: Es gibt vieles, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer gedanklich dermaßen beschäftigt, dass sie nicht oder nur sehr schwer in den Schlaf finden. Dabei soll doch gerade die Nachtruhe unseren Akku wieder aufladen, um fit für den nächsten Arbeitstag zu sein. Wieder andere wachen morgens viele Stunden vor dem Weckerklingeln auf, sind müde, können jedoch nicht wieder einschlafen – auch das schlaucht in der Regel ungemein.

Aber wann weiß man, dass es sich tatsächlich um Schlafstörungen handelt, und nicht nur um eine unruhige Nacht? Die offizielle medizinische Definition lautet: Mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten kommt es zu Ein- und/oder Durchschlafstörungen oder frühmorgendlichem Erwachen. Schlafstörungen sind nicht nur belastend, sondern können auf lange Sicht auch krank machen. Vergehen die Beschwerden nicht von selbst wieder, sollte die Ursache unbedingt abgeklärt werden.

Ursachen: Was kann eine Schlafstörung auslösen?

Ein häufiger Grund für Schlafstörungen ist Stress – sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich: Das Gedankenkarussell dreht sich vor allem abends im Bett – Sorgen, Versagensängste und Überforderung halten Betroffene vom Ein- und Durchschlafen ab. In vielen Fällen sind Schlafstörungen aber auch Vorboten oder Begleitsymptome psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Auch nächtliche Atemstörungen, die sich oft durch Schnarchen oder Atemaussetzer, der sogenannten Schlafapnoe, äußern, können den Schlaf erheblich stören und dazu führen, dass sich Betroffene am nächsten Morgen wie gerädert fühlen.

In seltenen Fällen stecken organische Erkrankungen wie etwa Schilddrüsenfehlfunktionen hinter Schlafstörungen. Äußere Umstände wie Lärm, Helligkeit, Medikamenteneinnahme oder Alkoholgenuss können den Schlaf ebenfalls erheblich stören.

Therapie: Wie lassen sich Schlafstörungen behandeln?

„In vielen Fällen lassen sich Schlafstörungen schon durch Veränderungen im Tagesablauf beseitigen“, sagt Barbara Croonen-Luft von der DAK-Gesundheit.

Yoga oder autogenes Training sind gute Möglichkeiten, Stress abzubauen und so für mehr Ausgeglichenheit zu sorgen. Die DAK-Gesundheit beteiligt sich an den Kosten entsprechender Angebote.

Ganz wichtig ist ausreichende Bewegung, mindestens eine halbe Stunde täglich. Außerdem sollte Koffein nach 17 Uhr gemieden werden ebenso wie Zigaretten und Alkohol vor dem Zubettgehen – Genussmittel, die anregend wirken und den Tiefschlaf stören.

Und was, wenn diese Maßnahmen nicht helfen? „Führen Veränderungen des Alltags nicht dazu, die Schlafstörungen loszuwerden, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen“, rät Croonen-Luft. Nach einem eingehenden Gespräch und einer körperlichen Untersuchung können organische oder seelische Ursachen einer Schlafstörung diagnostiziert und behandelt werden. Bei psychisch bedingten Schlafstörungen hat sich die Verhaltenstherapie als sehr wirksam erwiesen.

Bei leichteren Schlafstörungen kann der Arzt pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian oder Hopfen empfehlen. Diese machen nicht abhängig – sollten aber nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.

Vorbeugung: Wie lassen sich Schlafstörungen verhindern?

Um zu vermeiden, dass sich eine Schlafstörung überhaupt entwickelt, hat Croonen- Luft hilfreiche Tipps parat. Einfache Maßnahmen betreffen die regelmäßigen Zubettgeh- und Aufstehzeiten sowie eine angenehmes Raumklima. „Gehen Sie jeden Abend möglichst zur selben Zeit ins Bett und stehen ebenfalls immer zur selben Zeit auf. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer ausreichend abgedunkelt ist und achten Sie auf die richtige Temperatur im Schlafzimmer – 17 Grad sind ideal.“ Fernsehschauen, flimmernde Lichtreize oder Handy- bzw. Laptopnutzung vor dem Schlafengehen seien tabu. „Hilft das nicht, können Sie auf professionelle Entspannungsangebote zurückgreifen. Die DAK-Gesundheit übernimmt 80 Prozent der Kurskosten“, sagt Croonen-Luft.

Ihr Draht zur DAK-Gesundheit

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. und die DAK-Gesundheit haben ihre seit 2017 bestehende Kooperation mit Leben gefüllt. Bereits bei der Jahrestagung 2018 in Papenburg waren Petra Willmann und Barbara Croonen-Luft zu Gast und sammelten mit interessierten AMÖ-Mitgliedsunternehmen Ansatzpunkte für die Betriebliche Gesundheitsförderung oder führten Gespräche über Themen wie krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter in der Hochsaison, Mitarbeiterbindung oder Mitarbeitermotivation geführt.

Interessiert? DAK-Expertin Barbara Croonen-Luft steht allen AMÖ-Mitgliedsunternehmen für eine kostenlose Beratung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement telefonisch unter 0211 23 09 1911 06 bzw. 0151 15 06 48 58 sowie per E-Mail an barbara.croonen-luft@dak.de zur Verfügung. Wo Sie oder Ihre Beschäftigten versichert sind, spielt dabei übrigens keine Rolle.

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