Editorial 1+2/2019

Start ins Messe-Jahr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Jahr 2018 ist Geschichte und ein neues, spannendes Jahr liegt vor uns. Was es uns Gutes bescheren und welche Anstrengungen es uns abverlangen wird, ist heute noch ungewiss. Das soll uns umso mehr anspornen, unseren Blick nach vorne zu richten und die Weichen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu stellen.

Die Herausforderungen, wie wir sie in den vergangenen Jahren bewältigt haben, werden erneut viel Kraft und Durchhaltevermögen beanspruchen. Aber gerade wir wissen nur zu genau und können insbesondere nach turbulenten Jahren doch mit Fug und Recht selbstbewusst behaupten, dass wir selbst schwerste Probleme anpacken können und imstande sind, sie aus dem Weg zu räumen.

Herausforderungen wie etwa die Digitalisierung, die unser Gewerbe heute mehr denn je beschäftigt. Ein professionelles Auftreten im Internet ist vielen Umziehenden heute meist wichtiger als langjährige Erfahrungen eines Unternehmens. Das Tauziehen um Kundschaft gewinnt, wer im World Wide Web mit positiven Kundenbewertungen überzeugt. Kluges Marketing, angepasst auf diese Kunden, ist heute entscheidend. Alle Mitgliedsunternehmen sind deshalb gut beraten, immer auf dem neuesten Stand zu sein und, wenn nötig und möglich, geeignetes Fachpersonal im Bereich IT und/oder Social-Media- und Online-Marketing einzustellen.

Bei der Personalsuche geeigneter Fach- und Nachwuchskräfte wird ebenso Kreativität gefragt sein, wie bei den Maßnahmen, um das Personal zu halten oder neue Mitarbeiter hinzuzugewinnen. Aber auch die Politik ist gefragt. Gemeinsam mit unseren Partnerverbänden begrüßen wir deshalb das im vergangenen Dezember beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das aus unserer Sicht zur Behebung des Fachkräftemangels in den Branchen beitragen kann. Damit neben Hochschulabsolventen auch Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung aus Nicht-EU-Staaten schnell einen Arbeitsplatz fi nden, gilt es zügig und konsequent bürokratische Hürden abzubauen.

Dominierende Themen, die uns 2019 weiter beschäftigen wer- den, sind außerdem die bevorstehenden und angedrohten Dieselfahrverbote in vielen Städten im Bundesgebiet sowie, als weiterer Kostentreiber, die Mautausweitung seit dem 1. Januar 2019. Seien Sie gewiss: Die AMÖ und ihre Partnerverbände werden nicht lockerlassen und auf der politischen Bühne auch in Zukunft ihre Positionen in diesen wie anderen Bereichen im Interesse ihrer Mitglieder vertreten, Missstände off en ansprechen und gemeinsam auf für alle verträgliche Lösungen pochen. Selbstverständlich wird sich die AMÖ auch in diesem Jahr in gewohnter Weise umfassend um ihre Mitgliedsunternehmen kümmern, und sie umfassend über politische Entwicklungen, rechtliche Neuerungen und gesellschaftliche Prozesse informieren. Ich lade Sie herzlich ein, mit Ihren Anregungen zu uns zu kommen. Sagen Sie uns, wo der Schuh drückt, damit wir noch intensiver auf Ihre Bedürfnisse eingehen können. Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass sich unsere Mitglieder ernstgenommen, wahrgenommen und innen wie außen angemessen vertreten fühlen.

Um dieses erfolgreiche Für- und Miteinander zu sichern, brauchen wir Ihre Unterstützung, denn wie andere Verbände lebt auch die AMÖ vom gedanklichen Austausch ihrer Mitgliedsunternehmen. Bringen Sie sich ein! Selbst ohne Mandat oder einer gesonderten Funktion innerhalb des Bundesverbandes stoßen Ihre Anregungen auf immer offene Ohren in der Geschäftsstelle oder im AMÖ-Vorstand. Besuchen Sie die Veranstaltungen der AMÖ und der Landesverbände, und tauschen Sie sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen aus.

Besonders die AMÖ-Jahrestagung, die in diesem Jahr im Rahmen der Messe MöLo am 5. und 6. September erstmals in Essen veranstaltet wird, hat sich dafür als hervorragende Gelegenheit etabliert. Der Wechsel des Messestandortes von Kassel ins Ruhrgebiet wird nicht minder herausfordernd. Gleichwohl sind wir überzeugt, dass wir der MöLo mit dem Umzug ins Ballungsgebiet Rhein/Ruhr zu neuem Auftrieb verhelfen. Dafür spricht unter anderem, dass wir dort deutschlandweit die höchste Dichte an Speditionsunternehmen verzeichnen. Hinzu kommt die Nähe zu Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, die das Einzugsgebiet der MöLo deutlich vergrößern, und damit die Attraktiv der Messe weit über Deutschlands Grenzen hinaus gesteigert wird.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr, volle Auftragsbücher und gute Geschäfte! Krempeln wir die Ärmel hoch und gehen wir es an!

Ihr
Frank Schäfer

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