Editorial 4/2019

Teamspirit!

Die meisten alteingesessenen Fußballvereine schauen auf bemerkenswerte Traditionen zurück – ich denke da zu allererst an meine Hassliebe, den 1. FC Nürnberg. Was der „Glubb“ traditionell besonders gut kann: Absteigen! Klingt traurig, ist es auch. Aber auch der 1. FC Kaiserslautern, Darmstadt 98, SV Waldhof Mannheim, der jüngst wieder von einer Insolvenz bedrohte Wuppertaler SV oder der [bitte Ihren Lieblingsclub einsetzen]. Alle Vereine stehen für das, was wir am Fußball lieben: Leidenschaft und Seele!

Das große Kapital dieser Mannschaften: die wohl treuesten Fans rund um den Erdball. Ihr – nicht selten – größtes Problem: die doch eher klammen Vereinskassen. Manch einen Club hat das schon vor Jahren die Lizenz gekostet. Die Folge: Zwangsabstieg. In seltenen Fällen, wie etwa beim aktuellen Drittligisten TSV 1860 München, half dann auch das Geld eines Sportinvestors nicht über sportliche Misserfolge hinweg.

Geldnot haben als Plastik- oder Retortenclubs verspottete Vereine nur selten. In der jüngeren Fußballgeschichte sind das unter anderem die TSG 1899 Hoffenheim um SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp und„die roten Bullen“ von RB Leipzig. Dass „RB“ dabei für „RasenBallsport“ und nicht für die Marke Red Bull um Investor Dietrich Mateschitz steht, interessiert die Spötter nicht im geringsten. Der Verein hat seinen Ruf als „Dosenclub“ trotzdem weg. Von vielen Kritikern als Kunstprodukt ohne Herz, ohne Tradition und ohne Fankultur gescholten, muss man trotzdem eingestehen: Kicken können sie hüben wie drüben; in Sinsheim ebenso wie in Sachsen. Und die Bundesliga wurde mit ihnen auch ein bisschen spannender.

Im Fußball sagt man gerne aber auch: Geld allein schießt keine Tore. Geld allein gewinnt keine Spiele. Manchmal braucht es einfach nur eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung, um über den Kampf kommend als Underdog den haushohen Favoriten in die Knie zu zwingen. Der DFB-Pokal bestätigt das Jahr für Jahr: 1990/1991 verabschiedet sich Rekordmeister Bayern München nach einem 0:1 beim Drittligisten FV Weinheim aus dem Wettbewerb. Borussia Dortmund traf es noch härter. Die Westfalen schieden durch eine 1:3-Niederlage beim Viertligisten SpVgg Fürth aus. Der Nachbarclub der TSV Vestenbergsgreuth war es schließlich, der dem großen FC Bayern München im Jahr 1994 eine der peinlichsten Schlappen überhaupt bescherte. In der aktuellen Saison warf im letzten Jahr der SSV Ulm 1846 völlig überraschend den amtierenden Pokalverteidiger Eintracht Frankfurt aus dem Wettbewerb.

Warum ich Sie mit meinem Fußballwissen behellige? Weil ich meine, dass Parallelen zu unserer Branche bestehen. Auch in unseren Reihen gibt es glorreiche Traditionsvereine, die seit Jahrzehnten in einer Liga spielen. Immer mal wieder verschwindet eine dieser Größen, neue steigen auf. All diesen Playern steht eine ernstzunehmende Konkurrenz gegenüber, in dem Fall Umzugsplattformen, die, mit entsprechenden Finanzmitteln ausgestattet, aufgestiegen sind, und sich durch regelmäßige Millionenzuwendungen immer wieder neu aufstellen.

Bereits lange vor dem Aufstieg jüngerer Konkurrenten wie Movinga und Co. wurde die Umzugsplattform www.umzug.org als kostenloses und nicht kommerzielles Angebot für Umzugskunden entwickelt. Alle mit dem AMÖ-Zertifikat ausgezeichneten AMÖ-Fachbetriebe sind dort gelistet und nur einen Kundenklick vom nächsten Auftrag entfernt. Was sie (noch!) nicht ist: Eine hochprofessionell auf perfektes Online-Marketing getrimmte Umzugsplattform, die, entgegen den Konkurrenzangeboten, eben nicht mit horrenden Beträgen regelmäßig gepimpt werden kann. Klar, auch wir geben Geld dafür aus und polieren unser Angebot auf. Aber die Dimensionen sind andere.

Was unser Angebot www.umzug.org in den Suchmaschinen ähnlich wie einen Underdog in einem Erstrunden-Pokalspiel zugutekommen und der Konkurrenz ein Schnippchen schlagen kann, ist Teamgeist: Einer für alle, und alle für einen! Sämtliche ausgezeichneten AMÖ-Fachbetriebe laufen sozusagen im gleichen Trikot auf: „Wir sind Umzug!“ Das allerdings muss man dann auch zeigen. Wie? Ein Kurzprofil auf www.umzug.org wäre ein Anfang. Wie und wo Sie das bekommen, erklären wir in dieser Ausgabe.

Ihr
Daniel Waldschik

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