Gewerbe & Verband 11/2019

VVWL-Juniorentreff in Köln

Relaunch der Website und des Firmenlogos, moderne Büroräume, ein neues Containerlager: Die Gebr. Roggendorf GmbH mit Sitz in Köln war im September Schauplatz des letzten Treffens der NRW-Junioren.

Yvonne Tögel, Move Coordinator der Gebr. Roggendorf GmbH, stellte das 1964 von Theo Roggendorf gegründete Unternehmen kurz vor. Inzwischen wird der Betrieb in zweiter Generation von den Brüdern Walter und Manfred Roggendorf sowie Stephan Strauß als Gesellschafter geführt. Zum Unternehmen gehören ebenfalls die Marken Hachenberg, Wurm, Schneeloch und Heinen. Im Büro beschäftigt die Gesellschaft 22 Mitarbeiter und vier Auszubildende, darüber hinaus im gewerblich-technischen Bereich 60 Mitarbeiter sowie elf Auszubildende zur FMKU. Neben einem großen vielfältigen Fuhrpark verfügt das Unternehmen über eine Lagerfläche mit 5.200 Quadratmetern und ein Containerlager mit einem Fassungsvermögen von über 400 20-Fuß-Lagercontainern.

Das neu gebaute Containerlager wurde im Rahmen einer Betriebsbesichtigung durch die Juniorinnen und Junioren in Augenschein genommen. Aber auch die neu renovierten Büroräume und das Möbellager waren Stationen dieses Rundgangs.

Gebr. Roggendorf: Eine Marke im Wandel

Zurück im Tagungsraum berichtete Tögel in ihrem Vortrag „Digitalisierung eines Familienunternehmens – Relaunch der Marke Roggendorf“ über die komplette Neugestaltung des Außenauftritts der Gebr. Roggendorf GmbH. Neben einem neuen Logo wurde die Internetpräsenz neugestaltet und durch Unternehmensvideos ergänzt. Seit 1964 hatte das Unternehmen vier verschiedene Logos und vier Webseiten. Die erste Webseite wurde 2001 online gestellt und, wie von Tögel im Archiv recherchiert und gezeigt, dem Wandel der Zeit entsprechend permanent modernisiert.

Mit dem Relaunch soll neben der Euromovers-Partnerschaft die Eigenmarke und der Standort des Unternehmens gestärkt werden. Gleichzeitig möchte Roggendorf sich vom Wettbewerb abgrenzen und einen Wiedererkennungswert schaffen. Nicht zuletzt entwickelt sich das Unternehmen weiter und passt sich an gesellschaftliche Erwartungen an. In Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur wurde dieses Projekt in 20 Monaten umgesetzt. Für die unternehmenseigenen Fotos und Filme fanden insgesamt fünf Shooting-Tage vor Ort statt. Zudem wurden Visitenkarten, Briefpapier und Briefumschläge in Containeroptik erstellt. Ursprünglich war geplant, auch die Fahrzeuge in Containeroptik zu bekleben, dieser Gedanke wurde jedoch aufgrund der hohen Kosten verworfen. Als nächstes wird die Homepage suchmaschinenoptimiert überarbeitet.

FMKU drückt wieder die Schulbank

Benjamin Stecher gab den Teilnehmern des Juniorenkreises anschließend einen Einblick in seinen ungewöhnlichen Lebenslauf. Im „zarten“ Alter von 35 Jahren begann er bei Roggendorf eine Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchenund Umzugsservice (FKMU). Zu dem Zeitpunkt war er bereits seit elf Jahren im Umzugsgewerbe tätig und hatte schon sechs Jahre bei Roggendorf absolviert. Durch seine langjährige Erfahrung im Betrieb war die Ausbildungszeit kürzer als für richtige Neueinsteiger. Sein Einstieg in die Umzugsbranche gelang ihm übrigens durch einen Zufall: Sein Stiefvater bot ihm nach der höheren Handelsschule einen Job bei der eigenen Umzugsfirma an, zu dieser Zeit machte Stecher bereits den Lkw-Führerschein. Seitdem ist er vor allem im Außendienst aktiv. So sagt er selbst: „Mein Lenkrad ist das Büro. Jeden Tag in einem Zimmer zu sitzen, das wäre einfach nichts für mich.“ Während der laufenden Ausbildung hat Stecher nebenbei noch einen zusätzlichen Lehrgang zum Teamleiter absolviert. So fällt die Organisation und Koordination kleinerer und größere Projekte in seinen Verantwortungsbereich. Das sind Aufträge wie etwa Archiv-, Büro-, Mitarbeiter- und Privatumzüge. Nach bestandener Abschlussprüfung wird er den Meisterlehrgang besuchen mit dem Ziel, einer der bundesweit ersten Meister Möbel-, Küchen- und Umzugsservice zu werden.

Christian Averbeck gab in seinem Kurzvortrag „Aktuelles aus dem Landesverband Möbelspedition und Logistik NRW“ einen Überblick über die Aktivitäten der AMÖ und des Landesverbandes Nordrhein- Westfalen. So konnte er stolz verkünden, dass der geplante Weiterbildungslehrgang der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein zum „Geprüften Meister Möbel-, Küchen- und Umzugsservice (IHK)“ in Bochum stattfinden wird und sogar nahezu ausgebucht ist. Diese Meisterweiterbildung wurde maßgeblich vom Landesverband NRW in Zusammenarbeit mit der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der IHK Lübeck erarbeitet.

Nach diesem interessanten und abwechslungsreichen Fachprogramm ging es in das kölsche Brauhaus „Schreckenskammer“. Bei einem deftigen Abendessen genossen die Juniorinnen und Junioren das Schreckenskammer-Kölsch, das nach alten Hausrezept ohne den Zusatz von Kohlensäure gebraut wird. Ein Besuch in der Kölner Altstadt rundete das Juniorentreffen ab.

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